Luisa startet

Dienstag, 07. Dezember 2021 09:00

Jetzt erst recht!

Endlich sind die Clubs und Bars im Saarland wieder geöffnet! Und Luisa feiert mit. Gerade junge Menschen freuen sich wieder – oder erstmals – Musik, ausgelassene Gesellschaft, fröhliche Nächte und vieles mehr zu erleben. Doch leider gibt es immer einige, die anderen den Spaß verderben. Dann hilft Luisa. „Manche verunsichert ein befremdlicher Blick, andere stellen irritiert fest, dass ihnen wohl Drogen ins Getränk gemischt wurden. Luisa erleichtert, dass solche Situationen sicher verlassen werden, sich Betroffene entsprechend der eigenen Grenzen schützen und sich hoffentlich bald wieder wohl fühlen können.“ erklärt Katharina Kunze, Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt Saarbrücken das Hilfsangebot mit dem Codewort „Luisa“.

„Luisa ist hier“ ist ein Projekt des Frauennotruf Münster, das bereits in dutzenden Städten etabliert ist und zu einer respektvollen Partykultur beiträgt. Mit dem Codewort „Luisa“ können Frauen, die sich bedrängt, belästigt oder anderweitig unwohl fühlen, Hilfe anfordern. Die Beschäftigten der Clubs, Kneipen und Bars reagieren hilfreich, sensibel und umgehend  – so wie sie es in den Schulungen vom Frauennotruf Saarland e.V. lernen werden. 

Alle Personen, die hinter dem Tresen, an der Tür oder im Service arbeiten, sind eingeladen, sich für eine der Schulungen am 7.12. (Vormittags) oder 16.12. (Nachmittags) unter anmeldung@frauennotruf.de anzumelden. An beiden Terminen wird erläutert, wie „Luisa“ funktioniert und welche Reaktionen hilfreich sind. Neben einem Einblick in die Rechtslage wird auch aus der Forschung zu Trauma berichtet. Außerdem werden Tipps zum Selbstschutz und zum Umgang mit traumatisierten Personen gegeben sowie Mythen zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ entkräftet. Danach können die Teilnehmenden ihr Wissen an ihren Arbeitsstätten weitergeben und durch die „Luisa“-Poster und Flyer darauf hinweisen, dass sie sich besonders für einen respektvollen Umgang im Nachtleben einsetzen.

Der Stadtrat Saarbrücken hat im Februar 2020 beschlossen, „Luisa“ nach Saarbücken zu holen. Die Landeshauptstadt Saarbrücken finanziert und koordiniert die Umsetzung.